Skandale bei den Olympischen Spielen
Skandale gehören zu den Olympischen Spielen seit der Neuzeit regelrecht zu den Events. Man denke nur an den riesigen Skandal im Jahre 1912. Der US-Amerikaner Jim Thorpe erhielt zu dieser Zeit viele Medaillen bei der damaligen Olympiade. Allerdings waren die Regeln zu dieser Zeit noch so, dass nur Amateure an der Olympiade teilnehmen durften. Nachdem nun aber bekannt wurde, dass Thorpe bereits seit zwei Jahren in einer semi-professionellen Baseball-Liga spielte, musste er seine Medaillen zurückgeben. Seither werden die Olympischen Spiele ganz genau beobachtet und fast immer fanden Skandale statt, die weltweit für Aufsehen sorgten.
Die Skandale der 1930er bis 1970er Jahre
Bei der Olympiade 1936, die in Berlin stattfand, gab es ebenfalls ein Problem. In der Zeit Hitlers und des Zweiten Weltkrieges, der kurz bevor stand, sollten die Olympischen Spiele eine einzige Propaganda-Veranstaltung für Hitlers Regime werden. Insbesondere das Verständnis für die arische Rasse wollte der Diktator damit stärken. Problematisch war der Siegeszug von Jesse Owens, einem Afro-Amerikaner, der diese Pläne durchkreuzte.
Auch 1972, als die Olympischen Spiele in München stattfanden, blieb keine Ruhe zum Verschnaufen: Es war der 05. September 1972, als acht Palästinenser in das Olympische Dorf eindrangen. Die Terroristen nahmen elf israelische Sportler als Geiseln. 18 Stunden lang dauerten die Verhandlungen, schlussendlich starben fünf Terroristen, alle Geiseln und ein Polizist.
Die Skandale der 1980er Jahre
Nicht abreißen wollten die Skandale um die Olympischen Spiele auch in den 1980er Jahren. Damals rebellierten die USA gegen den Einmarsch der Russen in Afghanistan. Sie weigerten sich, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Später schlossen sich weitere 62 Länder den USA an. Schlussendlich liefen noch 15 Länder in das Stadion ein, sie trugen allerdings allesamt die Olympische Flagge, nicht jedoch ihre jeweilige Landesflagge. Auch bei der Verleihung der Medaillen wurde lediglich die Olympische Hymne, nicht jedoch die Landeshymnen gespielt. Interessant dabei: Afghanistan selbst boykottierte die Olympischen Spiele nicht, die 1980 in Moskau stattfanden.
Vier Jahre später fanden die Olympischen Spiele in Los Angeles statt. Die Russen taten es in diesem Jahr den USA gleich und nahmen nicht an den Olympischen Sommerspielen teil. Allerdings war die offizielle Begründung nicht im Kalten Krieg zu finden, sondern darin, dass eine russlandfeindliche Haltung in den USA gegeben war. Die Russen waren offiziell um die Sicherheit ihrer Sportler besorgt.
Noch einmal vier Jahre später begannen die Doping-Skandale. Die Olympischen Spiele in Seoul in Südkorea wurden zum Schauplatz des großen Doping-Skandals rund um Ben Johnson, einen aus Kanada stammenden Sprinter. Nachdem herauskam, dass er Doping nutzte, um seine Leistung zu steigern, wurden ihm sowohl die Goldmedaille, als auch der erlaufene Weltrekord wieder aberkannt.